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Expeditionen und Reisen in die entlegensten Gebiete der Welt – packende und unterhaltsame Vorträge: Willkommen auf der Webseite von Kurt Albert und Holger Heuber.
Reif für die Insel
Wer kennt Sie nicht Deutschlands beliebteste Ferieninsel?
Wenn man von Mallorca spricht denken die meisten Menschen zuerst an Ballermann, Massentourismus, Hotelfestungen und überfüllte Strände.
Jenseits dieses Trubels wollen wir das andere Mallorca entdecken. Das heißt schroffe Felslandschaftenen im Norden die schon fast Hochgebirgscharakter tragen und einsame kleinen Buchten im Süden die eingerahmt von steilen Klippen nur vom Wasser aus zu erreichen sind.
Für unsere Entdeckungsreise werden wir Seekajaks als Transportmittel benutzen und in ca. 4 Wochen die Insel mit Ihren 370 km Küstenlinie auf dem Wasserweg umrunden. Mit im Gepäck natürlich die gesamte Kletterausrüstung. Im Südosten der Insel werden wir zusammen mit einheimischen Klettern an den steilen direkt ins Meer abfallenden Klippen klettern.
„Deep Water Soloing“ heißt diese neue Spielform des Klettern und ist extrem Spektakulär. Da kein Seil verwendet wird enden Stürze nach ca. 15‐20 Metern im Wasser.
Im Norden der Insel wird das Kajakfahren zur Herausforderung für Könner. Zwischen dem Cap Formentor und Porto Soller ragen bis zu 350 Meter hohe Felswände direkt aus dem Meer in die Höhe und es gibt hier kaum geschützte Buchten zum anlanden. Wir werden eine Erstbegehung einer dieser wilden Felszähne direkt aus den Seekajaks versuchen, wofür es dort tolle Möglichkeiten gibt.
Geschafft: Expediton Baffin Island
Nach mehr als sieben Wochen sind wir nun am 2. Juni wieder wohlbehalten in Clyde River angekommen.
Die weißen, unbekannten Flecken unserer Welt sind selten geworden. Die meisten der ehemals unerforschten Flecken auf den Landkarten sind kartiert, erforscht und dicht besiedelt. Und doch gibt es sie: Jene mystischen Orte, die noch nie betreten worden sind. Wir haben sie entdeckt, irgendwo zwischen der kanadischen Nordküste und Grönland entdecken, auf der fünftgrößten Insel der Erde: auf Baffin Island.
Der letzte Blog-Eintrag der Expedition:
Das große Finale: Kein Drehbuch und selbst in unseren kühnsten Vorstellungen hätten wir uns die Ankunft in Clyde River nicht grandioser ausmalen können. Gegen 12 Uhr nimmt der Wind aus Süd immer weiter zu. Zum ersten Mal können wir ihn nutzen, Clyde River liegt von uns aus gesehen in östlicher Richtung. Direkt an den verlassenen Wellblechruinen der Amerikaner, die auf uns wie ein Symbol unglaublicher Arroganz und Unsensibilität wirken, starten wir die Kites. Leicht vom Wind abfallend rasen wir über die riesige Hochfläche. Gestern noch quälend langsam, fliegen die Kilometer heute förmlich an uns vorbei. Ausnahmsweise sogar einmal in geschlossener Formation, Kiten wir auf die Kante der Hochfläche zu. Und dann liegen sie plötzlich vor uns in der Ebene, die Häuser von Clyde River. Mit 40 KM/h, Adrenalin und Euphorie bis in die Haarspitzen, segeln wir dem Ende unseres Abenteuers entgegen. Alles ist wie in einem Traum. Schiffe liegen wie dicke Robben auf dem Eis der Bucht und unzählige Schlittenhunde brechen in lautes Heulen aus, als wir auftauchen. Genau an der gleichen Stelle, an der Kurt und Holger vor 8 Jahren mit ihren Kajaks ankamen, geht auch unser Abenteuer zu Ende. Selbst unsere Boote, die wir damals an die Inuits verkauften, liegen noch an der gleichen Stelle. Worte können das Gefühl, das wir in diesem Moment empfinden nicht beschreiben. Ich möchte es auch gar nicht erst versuchen. Dieser Augenblick ist auch ein wesentlicher Grund dafür, warum wir immer wieder zu neuen Abenteuern aufbrechen. Jeder erlebt ihn anders, ganz für sich allein, ganz tief in sich drin.
Mehr Informationen:
Eine ausführliche Reportage über diese Expedition wird noch dieses Jahr im Magazin GEO erscheinen. Bis dahin gibt Euch die Expeditionswebseite www.baffinexpedition.com einen tollen Überblick über unsere Reise in das Land des ewigen Eises. Und auch hier auf meiner Webseite werde ich nach meiner Rückkehr mehr über unsere Erlebnisse berichten.







